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Google Ads Landingpage: Checkliste für bessere Anfragen

KIM Systems Redaktion

Fotocollage mit zwei Personen vor Website-Entwürfen, einem Smartphone mit Anfrageformular und gedruckten Seitenlayouts.

Ihre Google-Ads-Anzeige wird geklickt, aber es kommen kaum passende Anfragen? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf die Zielseite. Eine Google Ads Landingpage muss das Versprechen der Anzeige einlösen und verständlich zum nächsten Schritt führen. Ein auffälliger Button allein reicht dafür nicht.

Diese Checkliste richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die Dienstleistungen oder erklärungsbedürftige Produkte bewerben. Sie können damit eine vorhandene Seite prüfen, ohne sofort die gesamte Website neu aufzubauen. Ziel ist ein nachvollziehbarer Weg von der Suchanfrage zur qualifizierten Kontaktaufnahme.

1. Eine konkrete Suchabsicht als Ausgangspunkt wählen

Schreiben Sie die Suchanfrage auf, für die die Seite gedacht ist. Ergänzen Sie darunter den Anzeigentext und den ersten sichtbaren Satz der Zielseite. Passen diese drei Elemente zusammen? Wer nach einer Wartung fragt, sollte nicht zuerst eine allgemeine Unternehmenschronik lesen müssen.

Google empfiehlt, Anzeigen und Landingpages inhaltlich abzustimmen, hilfreiche eigene Informationen bereitzustellen und die Nutzung auf Mobilgeräten einfach zu gestalten. Das ist eine sinnvolle Grundlage. Welche konkrete Formulierung Ihre Zielgruppe überzeugt, müssen Sie anhand Ihres Angebots und tatsächlicher Rückmeldungen prüfen.

Als fiktives Beispiel dient ein IT-Dienstleister mit einem Angebot zur Einrichtung von Mitarbeitergeräten. Eine allgemeine Überschrift wie „Wir digitalisieren Ihre Zukunft“ lässt offen, was gebucht werden kann. „Neue Mitarbeitergeräte einrichten lassen“ beantwortet die Frage unmittelbarer. Ergänzend kann die Seite erläutern, für welche Unternehmensgrößen und Systeme das Angebot geeignet ist.

2. Den ersten Bildschirm wie einen kurzen Empfang gestalten

Im sichtbaren Einstieg sollten Besucher erkennen, welche Leistung angeboten wird, für wen sie gedacht ist und was als Nächstes passiert. Prüfen Sie diesen Bereich auf einem echten Smartphone. Lassen Sie eine unbeteiligte Person die Seite kurz ansehen und das Angebot in eigenen Worten zusammenfassen.

  • Überschrift: Benennt sie die konkrete Leistung statt einer austauschbaren Vision?
  • Erklärung: Werden Anlass, Umfang oder Zielgruppe verständlich eingegrenzt?
  • Bild: Unterstützt es das Verständnis des Angebots?
  • Handlung: Ist klar, was beim Klick auf den Hauptbutton geschieht?

Bei unserem IT-Beispiel könnte der Button „Einrichtung anfragen“ heißen. Führt er zu einem Kalender, passt „Erstgespräch auswählen“ besser. Vermeiden Sie eine Beschriftung, die eine sofortige Buchung verspricht, obwohl lediglich eine unverbindliche Anfrage verschickt wird.

3. Fragen beantworten, bevor das Formular beginnt

Eine gute Zielseite macht die Entscheidung leichter. Sammeln Sie dazu die Fragen, die im Vertrieb vor jedem Angebot auftauchen. Beim IT-Dienstleister wären das beispielsweise Anzahl der Geräte, vorhandene Systeme, Standort und gewünschter Zeitpunkt. Nicht jede Antwort gehört in den Einstieg, aber sie sollte auf der Seite auffindbar sein.

Hilfreich ist eine klare Reihenfolge: Leistungsumfang, Ablauf, Voraussetzungen, nachvollziehbare Nachweise und Kontaktmöglichkeit. Verwenden Sie nur echte Referenzen und belegbare Aussagen. Ein Foto realer Arbeitsabläufe kann aussagekräftiger sein als ein austauschbares Symbolbild. Wenn Sie illustrative KI-Bilder einsetzen, dürfen diese keine angeblichen Kundenprojekte dokumentieren.

Geben Sie auch Grenzen an. Wenn ein Angebot nur für bestimmte Systeme oder Regionen gilt, hilft ein klarer Hinweis bei der Vorauswahl. Weniger unpassende Anfragen können wirtschaftlich wertvoller sein als ein höherer Formularzähler.

4. Das Formular auf notwendige Informationen reduzieren

Prüfen Sie jedes Feld mit einer einfachen Frage: Brauchen wir diese Angabe für den ersten sinnvollen nächsten Schritt? Für das fiktive IT-Angebot könnten Ansprechpartner, geschäftliche E-Mail-Adresse, Anzahl der Geräte und ein kurzes Anliegen ausreichen. Die genaue Auswahl hängt vom Prozess ab; eine universelle optimale Feldanzahl gibt es nicht.

Testen Sie danach den vollständigen Ablauf. Sind die Beschriftungen verständlich? Bleiben eingegebene Informationen bei einem Fehler erhalten? Ist die Fehlermeldung dem richtigen Feld zugeordnet? Wird nach dem Versand erklärt, dass die Anfrage angekommen ist? Prüfen Sie zusätzlich, ob die Nachricht tatsächlich beim zuständigen Team eingeht.

Ein erfolgreicher Test endet nicht beim animierten Häkchen im Browser. Zur Abnahme gehören der Empfang, eine brauchbare Zuordnung im Arbeitsablauf und eine Vertretung für abwesende Ansprechpartner. Klären Sie auch, welche Rückmeldezeit Ihr Team realistisch einhalten kann, bevor Sie diese öffentlich versprechen.

5. Kontaktaufnahme und qualifizierte Anfrage getrennt messen

Ein Klick auf „Anfragen“ ist noch keine abgesendete Anfrage, und eine abgesendete Anfrage ist noch kein passendes Projekt. Definieren Sie die einzelnen Schritte vor dem Kampagnenstart. Für die Bewertung können Sie eine einfache interne Tabelle führen:

  • Kontakt eingegangen: Wurde tatsächlich eine Nachricht übermittelt?
  • Leistung passend: Fragt die Person nach etwas, das Sie anbieten?
  • Rahmen passend: Stimmen Region, Voraussetzungen und zeitlicher Bedarf?
  • Nächster Schritt: Kam ein Gespräch oder eine konkrete Angebotsprüfung zustande?

Ein fiktives Auswertungsbeispiel: Von zehn eingegangenen Nachrichten betreffen vier eine nicht angebotene Leistung. Bevor Sie mehr Werbebudget einsetzen, prüfen Sie Suchbegriffe, Anzeigenversprechen und die Formulierung auf der Seite. Diese zehn Nachrichten sind kein belastbarer statistischer Test, aber ein konkreter Anlass für eine qualitative Prüfung.

6. Änderungen einzeln und nachvollziehbar bewerten

Notieren Sie zunächst Ausgangszustand und Problem. Ändern Sie dann eine zentrale Hypothese, etwa die Beschreibung des Leistungsumfangs. Wenn gleichzeitig Zielgruppe, Gebote, Anzeigen und Formular wechseln, lässt sich eine spätere Veränderung nur schwer einer Ursache zuordnen.

Beziehen Sie bei der Bewertung Schwankungen im Suchbedarf, Kampagnenänderungen und die Qualität der Anfragen ein. Bei wenig Traffic sind Rückmeldungen aus echten Gesprächen besonders hilfreich. Einen A/B-Test sollten Sie nicht nach wenigen Klicks zum Sieger erklären. Für die wirtschaftliche Planung ergänzt unser Beitrag zum Google-Ads-Testbudget diese Qualitätsprüfung.

Kompakte Abnahme vor dem nächsten Anzeigenstart

Öffnen Sie die Zielseite aus der vorgesehenen Anzeige, lesen Sie den Einstieg mobil und senden Sie eine vollständige Testanfrage. Kontrollieren Sie Inhalt, Bilder, Kontaktwege und Empfang. Überprüfen Sie außerdem die Ladegeschwindigkeit unter realistischen Bedingungen und achten Sie darauf, dass wichtige Bedienelemente nicht durch Banner verdeckt werden.

Für eine abgestimmte Umsetzung können digitale Werbung und Webdesign gemeinsam geplant werden. KIM Systems unterstützt Sie dabei, Suchabsicht, Angebot und Kontaktprozess zusammenzubringen. Der erste Arbeitsschritt ist eine konkrete Seite mit einer konkreten Aufgabe.

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