Ein gutes Website-Briefing für KMU schafft Klarheit, bevor Design und Entwicklung beginnen. Diese sieben Fragen helfen kleinen und mittleren Unternehmen im DACH-Raum, Ziele, Inhalte und Verantwortlichkeiten für einen Website-Relaunch festzulegen.
Sie müssen dafür kein fertiges Konzept schreiben. Kurze, konkrete Antworten reichen als Grundlage für das erste Agenturgespräch. Die folgende Checkliste zeigt, welche Entscheidungen wirklich vorbereitet werden sollten.
1. Was ist das Ziel?
Ein Relaunch braucht ein klares Geschäftsziel. Soll die Website passende Anfragen bringen, Bewerbungen erleichtern oder erklärungsbedürftige Leistungen verständlich machen? Wählen Sie ein Hauptziel und legen Sie fest, welche Handlung Besucher ausführen sollen.
Beispiel für einen regionalen Dienstleister: Interessenten sollen die passende Leistung finden und eine Anfrage mit den wichtigsten Projektdaten senden. Daraus folgen konkrete Anforderungen an Navigation, Leistungsseiten und Kontaktformular.
2. Wer ist Ihre Zielgruppe?
Beschreiben Sie die Menschen, die über eine Zusammenarbeit entscheiden: Branche, Unternehmensgröße, Region, typische Aufgaben und offene Fragen. „Alle Unternehmen“ hilft bei Text und Gestaltung kaum weiter. Ein Handwerksbetrieb benötigt andere Informationen als die Einkaufsabteilung eines Industrieunternehmens.
Für Österreich, Deutschland und die Schweiz sollten Sie außerdem klären, wo Sie tatsächlich Leistungen anbieten und welche sprachlichen oder organisatorischen Unterschiede relevant sind. Regionale Seiten sind sinnvoll, wenn sie eigenständige, hilfreiche Informationen enthalten.
3. Welche Inhalte brauchen Sie?
Erstellen Sie eine Bestandsliste: Welche Leistungen, Bilder, Referenzen, Teamvorstellungen und häufigen Fragen sind vorhanden? Was ist veraltet, was fehlt? Jede wichtige Seite sollte beantworten, für wen das Angebot gedacht ist, welches Problem es löst und wie der nächste Schritt aussieht.
Halten Sie fest, wer Texte und Bilder liefert und wer sie freigibt. Prüfen Sie vor dem Relaunch auch bestehende URLs: Inhalte mit relevanten Besuchern oder Verlinkungen sollten bewusst übernommen oder auf passende neue Seiten weitergeleitet werden.
4. Welche Funktionen sind nötig?
Trennen Sie Anforderungen für den Start von späteren Erweiterungen. Kontaktformular, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Downloads oder ein Shop beeinflussen Aufwand und laufende Betreuung. Beschreiben Sie den gewünschten Ablauf statt nur einen Plugin-Namen zu nennen.
Ein gutes Beispiel: Nach einer Anfrage erhält die zuständige Person eine Nachricht; die anfragende Person bekommt eine Bestätigung. Definieren Sie ebenso, welche Angaben wirklich benötigt werden und welche Systeme miteinander verbunden sein müssen.
5. Wie messen Sie den Erfolg?
Legen Sie vor dem Start fest, woran Sie eine Verbesserung erkennen. Passende Kennzahlen können qualifizierte Anfragen, abgeschlossene Buchungen oder Bewerbungen sein. Reine Seitenaufrufe zeigen noch nicht, ob die Website ihre Aufgabe erfüllt.
Dokumentieren Sie, soweit verfügbar, die Ausgangswerte. Planen Sie die technische Messung und die dafür nötigen Datenschutz- und Einwilligungsanforderungen mit ein. Vereinbaren Sie einen Auswertungstermin nach dem Start und berücksichtigen Sie dabei saisonale Schwankungen.
6. Wer betreut die Website?
Eine Website benötigt nach dem Launch klare Zuständigkeiten. Wer aktualisiert Leistungen, prüft Formulare, kümmert sich um Updates und kontrolliert Sicherungen? Wer reagiert, wenn etwas ausfällt? Diese Aufgaben gehören bereits ins Briefing.
Legen Sie fest, welche Inhalte Ihr Team selbst bearbeiten soll. Eine kurze Einführung und verständliche Dokumentation erleichtern die Übergabe. Vereinbaren Sie außerdem, wie spätere Anpassungen beauftragt und priorisiert werden.
7. Was sind Budget und Zeitplan?
Nennen Sie einen realistischen Budgetrahmen und unterscheiden Sie einmalige Projektkosten von laufenden Ausgaben für Hosting, Wartung oder Lizenzen. So kann die Agentur einen passenden Umfang vorschlagen und optionale Funktionen getrennt ausweisen.
Planen Sie neben Design und Entwicklung auch Zeit für Inhalte, Feedback, Tests und Freigabe ein. Ein verbindlicher Starttermin funktioniert nur, wenn Ansprechpartner und Liefertermine feststehen. Prüfen Sie vor der Veröffentlichung besonders mobile Darstellung, Formulare, Links und Weiterleitungen.
Ihr Briefing auf einer Seite
Notieren Sie zu jeder Frage zwei bis drei Sätze. Ergänzen Sie Links zur bisherigen Website, Beispiele mit einer kurzen Begründung und eine Liste der offenen Punkte. Damit lässt sich im Erstgespräch wesentlich besser klären, welcher Leistungsumfang zu Ihrem Unternehmen passt.
Sie planen eine neue Website oder einen Relaunch? Erfahren Sie mehr über Webdesign und Entwicklung bei KIM Systems oder fragen Sie ein Angebot an. Gemeinsam klären wir Ziele, Inhalte und die nächsten Schritte.

