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Google Search Console einrichten: Website bestätigen und erste Daten lesen

KIM Systems Redaktion

Orgelbauerin mit rotem Kurzhaar lauscht konzentriert an einer Orgelpfeife und stimmt sie mit einem Stimmhorn, im Hintergrund eine BarockkircheKI-generiert

Google Search Console einrichten dauert meist weniger als eine halbe Stunde – und danach sehen Sie, mit welchen Suchanfragen Menschen Ihre Website finden. Stellen Sie sich eine Physiotherapiepraxis in Linz vor: Die neue Website ist online, aber niemand weiß, ob Google die Seite zu „Kiefergelenk Behandlung“ überhaupt kennt.

Die Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das genau solche Fragen beantwortet. In diesem Beitrag gehen Sie die Einrichtung Schritt für Schritt durch und erfahren, welche Berichte Sie in den ersten Wochen wirklich brauchen.

Was die Search Console zeigt – und was nicht

Die Search Console zeigt, wie Ihre Website in der Google-Suche erscheint: Suchanfragen, Impressionen, Klicks, indexierte Seiten und technische Probleme, die Google beim Crawlen findet. Sie ist kein Besucherstatistik-Tool wie ein Webanalyse-Programm und zeigt nicht, was Besucher auf der Website tun. Beide Werkzeuge ergänzen sich.

Vorbereitung: Was Sie vorher klären

  • Ein Google-Konto, das dem Unternehmen dauerhaft zugeordnet ist – nicht nur einer einzelnen Person, die vielleicht einmal den Betrieb verlässt.
  • Zugang zur Domainverwaltung (DNS) bei Ihrem Domain-Anbieter oder eine Person, die dort Einträge setzen darf.
  • Die genaue Adresse Ihrer Website, also ob sie mit oder ohne „www“ und mit „https“ erreichbar ist.

Domain oder URL-Präfix: den richtigen Property-Typ wählen

Die Search Console kennt zwei Arten von Website-Properties (Google Search Console-Hilfe: Website-Property hinzufügen):

Property-TypWas sie umfasstBestätigung
DomainAlle Subdomains und Protokolle, z. B. http, https, wwwNur per DNS-Eintrag
URL-PräfixNur Adressen mit genau diesem Anfang, z. B. https://www.beispiel.at/Mehrere Methoden, z. B. HTML-Datei, HTML-Tag, DNS

Für die meisten Unternehmen ist die Domain-Property die bessere Wahl, weil sie alle Varianten Ihrer Adresse zusammenfasst. Wenn Sie keinen Zugriff auf die DNS-Einstellungen bekommen, ist die URL-Präfix-Property ein guter Einstieg.

Google Search Console einrichten: Schritt für Schritt

  1. Property hinzufügen: Öffnen Sie die Search Console, wählen Sie „Property hinzufügen“ und geben Sie Ihre Domain ohne „https://“ ein, etwa beispiel.at.
  2. Bestätigungscode kopieren: Google zeigt einen TXT-Eintrag an. Kopieren Sie ihn vollständig.
  3. DNS-Eintrag setzen: Legen Sie bei Ihrem Domain-Anbieter einen neuen TXT-Eintrag mit diesem Wert an. Bestehende Einträge, etwa für E-Mail, lassen Sie unverändert.
  4. Bestätigen: Klicken Sie in der Search Console auf „Bestätigen“. Klappt es nicht sofort, warten Sie etwas: DNS-Änderungen brauchen manchmal Zeit, bis sie überall sichtbar sind.
  5. Sitemap einreichen: Tragen Sie unter „Sitemaps“ die Adresse Ihrer XML-Sitemap ein. Wie Sie diese in WordPress finden und prüfen, erklärt unser Beitrag XML-Sitemap in WordPress prüfen.

Alle Bestätigungsmethoden und typische Fehler beschreibt Google ausführlich (Google Search Console-Hilfe: Inhaberschaft bestätigen). Wichtig: Der Bestätigungseintrag muss bestehen bleiben, sonst kann die Bestätigung später verloren gehen.

Bestätigung über ein WordPress-Plugin

Viele SEO-Plugins bieten ein Feld für den HTML-Tag der Search Console oder eine direkte Verbindung. Das funktioniert für eine URL-Präfix-Property. Notieren Sie, welche Methode Sie gewählt haben – bei einem späteren Theme- oder Plugin-Wechsel fällt der Tag sonst unbemerkt weg.

Die ersten Wochen: Welche Berichte Sie ansehen

Laut Google beginnt die Datenerfassung, sobald die Property hinzugefügt ist; bis Daten erscheinen, vergehen einige Tage. Planen Sie daher die erste Auswertung frühestens nach zwei bis vier Wochen ein. Drei Berichte genügen für den Anfang:

  • Leistung: Mit welchen Suchanfragen erscheinen Sie, wie oft wird geklickt? Filtern Sie nach einzelnen Seiten, etwa Ihrer wichtigsten Leistungsseite.
  • Seitenindexierung: Welche Seiten sind im Index, welche nicht – und warum? Nicht jede nicht indexierte Seite ist ein Problem, etwa wenn Sie eine Danke-Seite bewusst ausgeschlossen haben.
  • URL-Prüfung: Für eine einzelne Adresse sehen Sie, ob und wie Google sie kennt.

Ein fiktives Beispiel: Die Linzer Praxis sieht nach drei Wochen, dass ihre Seite zur Kiefergelenk-Behandlung Impressionen für „CMD Physiotherapie Linz“ bekommt. Das ist ein Hinweis, diesen Fachbegriff auf der Seite verständlich zu erklären – keine Garantie für mehr Anfragen, aber eine begründete nächste Aufgabe.

Zugriffe im Team regeln

Unter „Einstellungen“ und „Nutzer und Berechtigungen“ fügen Sie weitere Personen hinzu, etwa Ihre Agentur. Vergeben Sie nur so viele Rechte wie nötig und behalten Sie mindestens einen Inhaber im eigenen Unternehmen. So bleibt der Zugang erhalten, auch wenn sich die Zusammenarbeit ändert.

Checkliste nach dem Einrichten

  • Property ist bestätigt, der DNS-Eintrag bleibt bestehen.
  • Die Sitemap ist eingereicht und hat den Status „Erfolgreich“.
  • Mindestens zwei Personen aus dem Unternehmen haben Zugriff.
  • Ein Termin für die erste Auswertung in drei bis vier Wochen steht im Kalender.
  • Die gewählte Bestätigungsmethode ist dokumentiert.

Unterstützung bei SEO und Website

Wenn Sie die Grundlagen vertiefen möchten, lesen Sie Was ist SEO?. Wir richten die Search Console bei neuen Projekten im Rahmen unserer Website-Entwicklung ein und helfen beim Lesen der Berichte. Fragen Sie gerne ein unverbindliches Angebot an.

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