Ihre Suchanzeige erklärt eine Leistung, doch unterschiedliche Interessenten benötigen unterschiedliche nächste Informationen. Eine Person möchte den Ablauf verstehen, eine andere Voraussetzungen prüfen und eine dritte Kontakt aufnehmen. Google Ads Sitelinks ergänzen Anzeigen um Links zu konkreten Zielseiten. Sinnvoll sind sie, wenn jeder Link eine erkennbare Frage weiterführt.
Die Auswahl beginnt deshalb auf Ihrer Website. Welche Unterseiten helfen bei der beworbenen Entscheidung tatsächlich? Ein weiterer Link ist nicht automatisch hilfreich, nur weil im Konto noch Platz dafür ist. Dieser Leitfaden konzentriert sich auf Sitelink-Assets für Suchkampagnen und die Verbindung aus Beschriftung, Zielseite und passendem Geltungsbereich.
Mit echten Unterseiten beginnen
Öffnen Sie die beworbene Zielseite und schreiben Sie auf, was dort noch offenbleibt. Benötigen Interessenten nähere Angaben zum Ablauf, zu einer Produktvariante oder zur Vorbereitung einer Beratung? Prüfen Sie anschließend, welche vorhandene Seite diese Aufgabe zuverlässig erfüllt.
Vermeiden Sie eine Liste, die nur Ihre interne Organisation abbildet. „Unternehmen“, „Infos“ und „Mehr“ sagen wenig darüber aus, was eine Person nach dem Klick findet. Eine konkrete Bezeichnung wie „Beratung vorbereiten“ lässt sich dagegen direkt gegen den tatsächlichen Inhalt prüfen. Wenn die passende Seite fehlt, ist zunächst ein Inhaltsauftrag nötig.
Die grundlegende Abstimmung zwischen Anzeige und Zielseite behandelt unser Beitrag zur Google Ads Landingpage. Ein Sitelink sollte diese Verbindung ergänzen, statt einen beliebigen Umweg anzubieten.
Welche Textanforderungen gelten?
Laut Google-Hilfe zu Sitelink-Assets ist der Linktext in den meisten Sprachen auf 25 Zeichen begrenzt. Zusätzliche Beschreibungszeilen sind optional. Schreiben Sie den Link trotzdem so, dass sein Ziel auch ohne diese Ergänzung verständlich ist.
Die Anforderungen an Sitelinks verbieten wiederholten Linktext und reine Aufmerksamkeitssymbole. Die Beschriftung muss den Zielinhalt korrekt beschreiben. Ziele sollen grundsätzlich zur Domain der Anzeige gehören; für bestimmte Drittanbieterziele bestehen begrenzte Ausnahmen mit eigenen Anforderungen.
Für eine normale Unternehmenskampagne ist ein einfacher Ausgangspunkt, passende eigene Unterseiten zu verwenden. Prüfen Sie jede Überschrift wie ein kleines Versprechen. „Preise“ passt nicht, wenn die Seite lediglich ein Kontaktformular zeigt. Wenn nur die Faktoren eines individuellen Angebots erklärt werden, sollte die Beschriftung genau diese Information ankündigen.
Fiktives Beispiel: Eine Polsterei ordnet ihre Zusatzlinks
Eine erfundene Polsterei bewirbt das Neubeziehen vorhandener Sitzmöbel. Sie verfügt über eigenständige Seiten zur Stoffauswahl, zur Vorbereitung eines Beratungstermins, zum Arbeitsablauf und zu ihren Kontaktmöglichkeiten. Das folgende Beispiel beschreibt eine redaktionelle Auswahl, keine echten Kundendaten oder Ergebnisse.
- „Stoffauswahl“: Führt zu verfügbaren Materialarten und erklärt, was bei einer Beratung besprochen wird.
- „Beratung vorbereiten“: Erläutert, welche Fotos und Angaben zum Möbelstück für den ersten Kontakt hilfreich sind.
- „So läuft es ab“: Zeigt die tatsächlichen Schritte von der Prüfung bis zur vereinbarten Ausführung.
- „Kontakt & Anfahrt“: Nennt den passenden Anfrageweg und die Informationen für einen Besuch.
Diese vier Beispiele sind keine vorgeschriebene Zahl und kein universelles Paket. Eine Seite mit Vorhangmontage wäre für diese konkrete Anfrage möglicherweise weniger passend, selbst wenn die Polsterei auch diese Leistung anbietet. Entscheidend ist die Aufgabe der beworbenen Kampagne.
Die Inhaberin liest jede Zielseite ohne Anmeldung auf dem Smartphone. Dabei prüft sie, ob die Informationen wirklich vorhanden sind, ob Bilder und Text lesbar bleiben und ob ein vorgesehener Kontaktweg funktioniert. Eine treffende Beschriftung allein reicht nicht, wenn die öffentliche Seite veraltet ist.
Konto, Kampagne oder Anzeigengruppe?
Google erlaubt Verknüpfungen auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppenebene. Sitelinks aus demselben Hierarchiezweig können gemeinsam berücksichtigt werden. Ein enger zugeordneter Link schließt deshalb nicht pauschal alle übergeordneten Links aus.
Leiten Sie den Geltungsbereich aus dem Inhalt ab. Eine allgemeine Kontaktseite kann zu mehreren Leistungsbereichen passen. Eine Vorbereitungsliste speziell für Polstermöbel gehört dagegen nur dorthin, wo diese Information relevant ist. Prüfen Sie vorhandene Verknüpfungen mit, bevor Sie neue ergänzen. Sonst wirkt die lokale Auswahl stimmig, während ein allgemeiner Link aus einer anderen Ebene weiterhin infrage kommt.
Halten Sie pro Link fest, für welche Leistung er geeignet ist und wo er ausdrücklich nicht eingesetzt werden soll. Die genaue Verknüpfung im Konto muss zu dieser fachlichen Entscheidung passen. Benennen Sie außerdem eine verantwortliche Person, die bei Änderungen an der Zielseite auch das Asset kontrolliert.
Warum sieht die Anzeige nicht immer gleich aus?
Die Darstellung hängt laut Google unter anderem von Gerät und Position ab. Gespeicherte oder freigegebene Sitelinks garantieren keinen bestimmten Einblendungsumfang und keine feste Anordnung. Planen Sie deshalb jeden Link als eigenständig verständlichen Einstieg.
Vermeiden Sie Verweise wie „siehe Link daneben“ oder Texte, die nur als fortlaufende Geschichte funktionieren. Eine Person kann einen einzelnen angebotenen Weg wählen und direkt auf einer tieferen Seite einsteigen. Dort muss erkennbar sein, welches Unternehmen die Leistung anbietet und was als Nächstes möglich ist.
Auch eine Vorschau ist kein Nachweis dafür, dass jede spätere Ausspielung identisch aussieht. Wenn ein gewünschter Link nicht erscheint, prüfen Sie zunächst seine Eignung, den Status und die tatsächlichen Verknüpfungen, statt die Beschriftung ohne Diagnose mehrfach umzuschreiben.
Ein praktischer Prüfablauf vor dem Einsatz
- Eine Leserfrage pro Ziel notieren: Welche Information liefert diese Unterseite?
- Linktext und Inhalt vergleichen: Erfüllt die Seite genau die angekündigte Aufgabe?
- Geltungsbereich festhalten: Passt der Link im gesamten Konto oder nur zu einer bestimmten Leistung?
- Öffentlich testen: Öffnet die richtige URL, und lässt sich der nächste Schritt mobil ausführen?
- Vorhandene Assets mitprüfen: Gibt es unpassende allgemeine oder veraltete Verknüpfungen?
- Verantwortung dokumentieren: Wer kontrolliert den Link bei Änderungen am Angebot?
Bewerten Sie später nicht nur, welcher Link am häufigsten angeklickt wurde. Ein häufig gewählter Weg kann auch eine fehlende Erklärung auf der Hauptseite sichtbar machen. Lesen Sie die Zielseite und die eingegangenen Rückfragen gemeinsam, bevor Sie den Erfolg allein aus einer Klickzahl ableiten.
Mit einer stimmigen Auswahl starten
Wählen Sie für eine konkrete Kampagne Unterseiten aus, die unterschiedliche hilfreiche Fragen beantworten. Prüfen Sie Beschriftung, tatsächlichen Inhalt und Geltungsbereich als zusammengehörige Einheit. Die Hauptanzeige bleibt eine eigene Aufgabe; Hinweise dazu finden Sie im Leitfaden zu responsiven Suchanzeigen.
Wenn Sie Anzeigen und Website gemeinsam ordnen möchten, kann KIM Systems Sie bei der Planung Ihrer Online-Werbung unterstützen. Ein sinnvoller erster Schritt ist eine kleine, überprüfte Linkliste mit klaren Zielaufgaben. Eine bestimmte Klickrate, Platzierung oder Zahl von Anfragen lässt sich daraus nicht versprechen.

