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WordPress-Theme wechseln: So bleibt Ihre Website heil

KIM Systems Redaktion

WordPress-Theme wechseln wie ein Schaufenster: Dekorateur mit weißem Pferdeschwanz tauscht nachts den Hintergrund, die Produkte bleiben stehenKI-generiert

Wer ein WordPress-Theme wechseln möchte, denkt meist an ein frischeres Aussehen. Der Dekorateur, der ein Schaufenster umbaut, tauscht den Hintergrund – die Taschen auf den Sockeln bleiben stehen. Genau so sollte es auch auf Ihrer Website sein, doch in der Praxis hängen am alten Theme oft mehr Dinge, als man sieht.

Hier erfahren Sie, was beim Wechsel erhalten bleibt, was verloren gehen kann und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen, damit Besucher nichts davon merken außer dem neuen Look.

Was beim Wechsel bleibt und was nicht

Ein Theme steuert vor allem die Darstellung. Ihre Inhalte liegen in der Datenbank und bleiben beim Wechsel erhalten. Kritisch sind Funktionen, die das alte Theme selbst mitgebracht hat.

Bleibt in der RegelKann verloren gehen
Beiträge, Seiten, MedienShortcodes und Sonderblöcke des Themes
Benutzer und KommentareWidgets in theme-eigenen Bereichen
Plugins und ihre EinstellungenCustomizer-Einstellungen wie Farben und Logo-Position
Menüs als solcheZuordnung der Menüs zu Positionen
PermalinksEigener Code in der functions.php des Themes

Besonders häufig betroffen: Portfolios, Slider oder Team-Bereiche, die als eigener Inhaltstyp im Theme stecken. Nach dem Wechsel sind diese Inhalte zwar noch in der Datenbank, aber nicht mehr sichtbar.

Das neue Theme auswählen

Bevor Sie über den Wechsel nachdenken, prüfen Sie das Ziel-Theme selbst. Ein schönes Demo-Layout sagt wenig darüber, wie es sich im Alltag verhält.

  • Pflege: Wann gab es das letzte Update, und ist das Theme mit der aktuellen WordPress-Version getestet?
  • Editor: Arbeitet es mit dem Block-Editor oder setzt es einen bestimmten Page Builder voraus?
  • Abhängigkeiten: Wie viele Zusatz-Plugins verlangt das Theme für die gezeigte Demo?
  • Geschwindigkeit: Lädt die Demo auch auf dem Smartphone zügig?
  • Lizenz und Support: Was kostet es jährlich, und wer hilft bei Problemen?

Faustregel: Je mehr Funktionen ein Theme selbst mitbringt, desto schwieriger wird der nächste Wechsel. Inhalte und Funktionen gehören besser in Plugins oder in den Block-Editor, das Theme kümmert sich um das Aussehen.

Vor dem Wechsel: Bestandsaufnahme

Gehen Sie Ihre wichtigsten Seiten durch und notieren Sie alles, was vom Theme kommen könnte. Eine einfache Liste reicht:

  • Startseite, Leistungsseiten, Kontakt und Impressum als Screenshot sichern.
  • Shortcodes suchen: eckige Klammern im Text wie [portfolio] oder [button].
  • Widgets in Seitenleiste und Fußbereich notieren, inklusive Texte.
  • Tracking-Codes, Schriften und eigene CSS-Regeln finden – oft stehen sie im Customizer oder in einem Child-Theme.
  • Prüfen, ob ein Page Builder im Einsatz ist und ob das neue Theme damit zusammenarbeitet.

WordPress-Theme wechseln: sicher testen

Erstellen Sie zuerst ein vollständiges Backup von Dateien und Datenbank und prüfen Sie, ob es sich zurückspielen lässt. Wie Sie Backups und Updates organisieren, beschreibt unser Beitrag zur WordPress-Wartung.

Testen Sie den Wechsel dann auf einer Kopie der Website. Eine Staging-Umgebung erlaubt es, das neue Theme in Ruhe einzurichten, ohne dass Besucher eine halbfertige Seite sehen. Für klassische Themes bietet WordPress unter „Design → Themes“ zusätzlich eine Live-Vorschau, die das Theme zeigt, bevor Sie es aktivieren (WordPress-Dokumentation).

Klassisches Theme oder Block-Theme?

Neuere Block-Themes werden im Website-Editor gestaltet und kennen keine klassischen Widgets. Wechseln Sie von einem klassischen Theme zu einem Block-Theme, müssen Kopf- und Fußbereich sowie Seitenleisten neu aufgebaut werden. Planen Sie dafür mehr Zeit ein als für einen Wechsel zwischen zwei klassischen Themes.

Nach dem Wechsel prüfen

Fiktives Beispiel: Eine Lederwerkstatt aktiviert ihr neues Theme am Montagabend. Die Startseite sieht gut aus. Erst am Mittwoch merkt sie, dass der „Termin vereinbaren“-Button im Fußbereich fehlt – er war ein Widget des alten Themes. Ein fester Prüfablauf hätte das sofort gezeigt:

  1. Menüs den neuen Positionen zuordnen und auf dem Smartphone öffnen.
  2. Jede Seite aus der Bestandsliste mit dem Screenshot vergleichen.
  3. Kontaktformular abschicken und den Empfang prüfen.
  4. Tracking, Cookie-Hinweis und Schriften kontrollieren.
  5. Ladezeit und Darstellung auf mehreren Geräten testen – siehe Website mobil testen.

Kurz-Checkliste

  • Backup erstellt und Wiederherstellung getestet.
  • Theme-Funktionen, Shortcodes und Widgets dokumentiert.
  • Wechsel auf Staging oder per Live-Vorschau getestet.
  • Ruhigen Zeitpunkt gewählt und Team informiert.
  • Nachkontrolle mit Bestandsliste abgeschlossen.

Wer ein WordPress-Theme wechseln will, nimmt das oft zum Anlass, die ganze Website zu überdenken. Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, sprechen Sie mit uns über Webdesign und WordPress-Entwicklung.

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